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Wenn es auf die Länge ankommt!

Die Beschriftung und Gravur von Kunststoffen mit dem Laser ist ein komplexes Thema. Wir bei OPTOGON erhalten hierzu viele Anfragen und Muster sehr unterschiedlicher Natur.

  • Kann der Kunststoff/Lack mit dem Laser bearbeitet werden?
  • Können dunkle Kunststoffe hell markiert werden?
  • Können helle Kunststoffe dunkel markiert werden?
  • Kann man Kunststoffe mit dem Laser markieren ohne die Oberfläche zu beschädigen?
  • Kann der Kunststoff graviert werden?
  • Kann der Lack vom Bauteil abgetragen werden ohne das Werkstück selbst zu beschädigen?

Wir können die Fragen grundsätzlich mit einem Ja beantworten. Welche Maschinen-/ Laserkonfiguration hierzu allerdings notwendig ist, müssen wir testen.

Es bedarf viel Erfahrung und einiger Tests um das von Ihnen gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Abb. 1 als Beispiel zeigt einen dunklen Kunststoff, der mit zwei verschiedenen Lasern und unterschiedlichen Parametern bearbeitet wurde.

Wir arbeiten mit einem “Standard” Laser (Laser A) und mit einem MOPA (Master Oscillator Power Amplifier) Laser, dessen Pulslängen sich variabel im Nanosekundenbereich einstellen lassen (Laser B).

Abb. 1

Abb. 2

Abb. 3

Die Abbildungen 2. und 3. zeigen Mikroskopaufnahmen der Versuche auf dem Kunststoff aus Abbildung 1. Hier werden die Unterschiede zwischen kurzen und langen Pulsen während der Bearbeitung des Kunststoffs deutlich.

Von weitem gesehen sind die Farben zwar nahezu identisch, das Prozessfenster bei den variablen Pulslängen von Laser B ist allerdings deutlich größer, und die Nuancenvielfalt ist in dieser Kombination wesentlich größer.

Der Kunststoff schäumt besser und gleichmäßiger auf, die Kanten sind präziser.

Lackabtrag – µ-genau.

Auch in diesem Beispiel wird deutlich, dass der Laser B mit variablen Pulslängen einen sichtbaren Vorteil gegenüber Laser A herausarbeiten kann.

In Abbildung 4 wird der Lack zwar auch auf die exakte Tiefe abgetragen, jedoch ist die Parametereinstellung an dieser Stelle limitiert. Der Laser hinterlässt einen sichtbaren Hitzeeintrag, und verbrennt den darunter liegenden Kunststoff.

Laser B (Abb. 5) hingegen verfügt durch die Konfiguration der variablen Pulslängen feinere Einstellmöglichkeiten, und liefert das für diesen Fall optimale Ergebnis.

Abb. 4

Abb. 5

Abb. 6

Die Bearbeitung von Lacken ist ebenso wie die Laserbearbeitung von Kunststoffen mit viel Know-How verbunden.

Abbildung Abb. 6 zeigt einen Taster im Automobilbau für das Tag-Nachtdesign. Ein Spritzgußteil aus hellem oder durchsichtigem Kunststoff wird lackiert, in diesem Fall mit einem roten, abriebfesten Kunststoff-Softlack.

Die Aufgabe des Lasersystems ist es, den Lack auf dem Bauteil partiell abzutragen, und zwar exakt. Der Taster soll später im Fahrzeug hinterleuchtet werden. Bei Nacht ist im Fahrzeug dann der freigelegte Teil des Tasters zu erkennen.

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