Umlaufend gravieren und markieren

Lasergravur und Laserbeschriftung am Umfang sind die richtige Wahl, wenn Gravuren und Markierungen sauber umlaufend und ohne sichtbaren Ansatz entstehen sollen – zum Beispiel auf Ringen, Hülsen oder anderen rotationssymmetrischen Bauteilen. Mit einer NC-gesteuerten Drehachse und der passenden Software wird daraus ein stabiler, reproduzierbarer Prozess, der sich auch nach Wochen schnell und sicher wieder einrichten lässt.

Was Sie für die Umfanggravur benötigen

  • Laseranlage mit geeignetem Laser für Material und gewünschtes Ergebnis (Gravur oder Markierung).
  • NC-gesteuerte Drehachse für eine synchrone Rotation und eine saubere Umfangszuordnung.
  • Software, die Umfang, Start- und Endverhalten sowie Jobdaten zuverlässig abbildet.
  • Spannmittel oder Greifer, passend zum Bauteil (z. B. Ring, Hülse, Rohr, Welle) für wiederholgenaues Einlegen.

Erst das Zusammenspiel aus Drehachse, Spannkonzept und Software macht aus der „runden“ Bearbeitung einen stabilen Prozess – inklusive reproduzierbarer Ergebnisse und kurzer Wiederanlaufzeit.

So läuft die Umfanggravur ab

  1. Bauteil einlegen und spannen: Ring, Hülse oder Welle wird über Greifer oder Spannmittel sicher fixiert – die Wiederholgenauigkeit beginnt hier.
  2. Referenzieren und ausrichten: Drehachse und Nullpunkt werden definiert, damit Gravur oder Markierung später exakt dort sitzt, wo sie soll.
  3. Jobdaten vorbereiten: Motiv, Text oder Code werden in der Software geladen und auf den Umfang abgebildet (inklusive sauberem Start- und Endverhalten).
  4. Prozessparameter festlegen: Je nach Material und gewünschtem Ergebnis werden Laserparameter und Strategie definiert – Gravur oder Markierung.
  5. Bearbeiten und prüfen: Die Drehachse läuft synchron, die Bearbeitung entsteht umlaufend. Danach folgt eine kurze Sicht- oder Maßprüfung, bevor der nächste Zyklus startet.

Wenn Drehachse, Spannkonzept und Software sauber zusammenspielen, wird die Umfangbearbeitung schnell reproduzierbar – auch bei Serienläufen oder nach längeren Pausen.

In unserem Beispiel (siehe Bild) haben wir eine freie Fläche für das OPTOGON-Logo vorgesehen.

Typische Anwendungen

  • Skalen und Teilungen: umlaufende Skalen auf Ringen, Hülsen oder Einstellringen – gleichmäßig über den gesamten Umfang, gut lesbar und reproduzierbar, etwa für Verstell- und Positionierfunktionen.
  • Seriennummern und Chargenkennzeichnung: eindeutige Kennzeichnung für Rückverfolgbarkeit in Fertigung und Montage – auch bei Varianten, wechselnden Losgrößen oder wenn Prozesse später wieder anlaufen.
  • Codes und DataMatrix: kompakte Kennzeichnung für automatisiertes Scannen und eindeutige Identifikation im Prozess, zum Beispiel für Teilezuordnung, Prüfdaten oder Chargen. Die Lesbarkeit hängt unter anderem von Oberfläche, Kontrast und Codegröße ab.
  • Logos und Schriftzüge: umlaufende Markenkennzeichnung sowie Typen-, Funktions- oder Montagehinweise – sauber rundum, ohne sichtbaren Ansatz und ohne Versatz am Startpunkt.
  • Funktions- und Prüfmarken: Markierungen für Position, Ausrichtung oder Qualitätskontrolle – zum Beispiel Indexmarken, Referenzpunkte, Prüffelder oder Freigabemarkierungen für nachgelagerte Prozesse.
  • Bauteil- und Produktkennzeichnung: Artikelnummern, Typenschild-Informationen oder technische Daten direkt auf dem Bauteil – besonders sinnvoll, wenn Etiketten nicht halten oder die Umgebung rau ist.
  • Prozess- und Montageunterstützung: Markierungen als Einbauhilfe, etwa für Drehlage, Nullpunkt oder Passposition – hilfreich bei automatisierter Montage und bei wiederkehrenden Rüstvorgängen.
  • Schmuckindustrie: Designs, Strukturen und Ornamente auf Ringen – umlaufend am Außenumfang oder als Ringinnengravur für Schriftzüge, Muster und individuelle Personalisierung.

Ob Gravur (tiefer, fühlbar) oder Markierung nahe an der Oberfläche: Sie haben die Wahl. Die Anlage kann beides – und am Ende zählt, wie das Ergebnis aussehen und im Alltag bestehen soll. Soll es maximalen Kontrast haben, eine spürbare Haptik liefern, schnell im Takt laufen oder besonders robust sein? Genau daran orientiert sich das Zielbild. Das gilt genauso für industrielle Kennzeichnung wie für dekorative Anwendungen in der Schmuckindustrie, etwa bei umlaufenden Ringdesigns oder einer Ringinnengravur.

Umlaufende, ansatzfreie Laserbearbeitung auf Ringen zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Lasergravur und Laserbeschriftung. Die OPTOGON-Software nutzt den Ringumfang zur Umfangszuordnung und unterstützt bei Start und Ende der Bearbeitung – für ein gleichmäßiges Ergebnis ohne sichtbaren Ansatz.

Beispiel aus der Praxis: Bornemann GmbH

Ansatzfreie Umfangmarkierung auf Aluminium: Skalen, Logos und Codes

Als Praxisbeispiel zeigt die Bornemann GmbH, was bei der Umfangbearbeitung mit Laser möglich ist – besonders in der Kombination aus NC-Drehachse und dritter optischer Achse.

Der Job war schnell eingerichtet und lässt sich inklusive Achsbewegungen und Fokuspositionen speichern. Dadurch kann Bornemann die Bearbeitung auch nach längeren Pausen in wenigen Minuten wieder aufnehmen.

„Einlegen, Referenzpunkt anfahren und komplett bearbeiten. Das Ganze funktioniert auch bei den Achsbewegungen vollständig automatisch“, erläutert Andreas Plauschin.

Sie wollen Gravuren und Markierungen am Umfang in Ihrer eigenen Produktion stabil und reproduzierbar umsetzen? Wir konfigurieren eine passende OPTOGON-Laseranlage inklusive Drehachse, Software und Spannkonzept – abgestimmt auf Material, Geometrie und Taktzeit.

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